Neuregelung bei Ausnahmekennziffern ab 01.04.2018
Im Deutschen Ärzteblatt, Jg. 115, Heft 1 - 2 vom 08.01.18 wurde der Beschluss des Bewertungsausschusses zur Änderung des EBM veröffentlicht. Demnach bleiben bei den Behandlungsfällen mit Ausnahmekennziffer ab 01.01.18 nur die genannten GOP bei der Ermittlung des arztpraxisspezifischen Fallwertes unberücksichtigt. Eine Übersicht der Untersuchungsindikationen mit den ausgenommenen GOP finden Sie hier.

28.02.2018
Telefonieren in der Arztpraxis

14.03.2018
Umgang mit schwierigen Patienten

21.03.2018
Notfalltraining

11.04.2018
Hygiene in der Arztpraxis

Weitere Veranstaltungen

Novellierung Trinkwasserverordnung

03.11.2011

Das Ziel der Trinkwasserverordnung ist es, den Menschen vor nachteiligen Folgen des Trinkwassergenusses zu schützen. Die Reinheit des Trinkwassers ist ein wichtiger Faktor für die Gesundheit des Menschen. Die Legionellen sind eines der Hauptprobleme von unreinem Wasser. Legionellen sind bewegliche Stäbchenbakterien. Sie kommen weltweit in Oberflächenwasser und auch im Boden vor. Aufgrund dieser Verbreitung sind Legionellen auch in geringer Anzahl im Grundwasser vorhanden. Legionellen vermehren sich optimal in einem Temperaturbereich von 30 - 45 °C. Legionellen lösen die Legionärskrankheit aus, die bei den Gesundheitsämtern meldepflichtig ist. Deutschlandweit erkranken jährlich 6.000 – 10.000 Menschen an der Legionelleninfektion.

 

Um die Kontrolle der Trinkwasserqualität, insbesondere auf gesundheitsgefährdende Legionellen, abzusichern, wurde die Trinkwasserverordnung novelliert. In der novellierten Trinkwasserverordnung wurde für Legionellen ein „technischer Maßnahmenwert“ von 100 KBE/100 mL festgelegt. Bei der Überschreitung dieses Wertes ist eine Gesundheitsgefährdung des Menschen zu befürchten. Daher wurden in der Trinkwasserverordnung für Unternehmer und sonstige Inhaber einer Trinkwasser-Installation entsprechende Anzeige-, Untersuchungs- und Handlungspflichten bei Überschreitung des technischen Maßnahmenwertes aufgenommen.

 

Ab dem 01. November 2011 besteht für Großanlagen zur Trinkwassererwärmung eine jährliche Untersuchungspflicht auf Legionellen gemäß § 14 Abs. 3 der Trinkwasserverordnung. Großanlagen zur Trinkwassererwärmung sind Speicher-Trinkwasserwärmer oder zentrale Durchfluss-Trinkwassererwärmer mit einem Inhalt von mehr als 400 Liter und/oder 3 Liter in jeder Rohrleitung zwischen dem Abgang des Trinkwassererwärmers und der Entnahmestelle (Dusche).

 

Der Untersuchungspflicht muss der Unternehmer und sonstige Inhaber einer Trinkwasser-Installation selbständig ohne Aufforderung durch das zuständige Gesundheitsamt nachkommen. Eine Untersuchungspflicht besteht ausschließlich bei Anlagen, die Trinkwasser im Rahmen einer gewerblichen oder öffentlichen Tätigkeit im Sinne der Trinkwasserverordnung abgeben. Zur Einordnung als gewerbliche Tätigkeit ist die zielgerichtete Abgabe entscheidend. Liegt eine Trinkwasserabgabe im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit, z. B. Vermietung, vor und ist eine Großanlagen zur Trinkwassererwärmung vorhanden, gilt die jährliche Untersuchungspflicht auf Legionellen gemäß § 14 Abs. 3 der Trinkwasserverordnung. Bei Anlagen in ausschließlich selbst bewohnten Eigenheimen besteht die Untersuchungspflicht nicht.

 

Die Trinkwasseruntersuchung muss durch ein akkreditiertes und vom Land gelistetes Labor durchgeführt werden. Das MVZ Labor Diagnostik Karlsruhe ist ein akkreditiertes Labor und ist auf der Liste der in Baden-Württemberg ansässigen Untersuchungsstellen (Landesliste) nach § 15 Abs. 4 Satz 2 der Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2001) vom 21. Mai 2001 geführt.

 

Gerne unterstützen wir Sie bei der Umsetzung der Untersuchungspflicht auf Legionellen gemäß Trinkwasserverordnung.

Für eine Beratung sowie eine Terminvereinbarung stehen Ihnen gern Frau Birgit Meerkötter oder Frau Bettina Thomas unter der Telefonnummer 0721 6277-600 oder -605 zur Verfügung.

Seite drucken
Kaufen ritalin