Neuregelung bei Ausnahmekennziffern ab 01.04.18 und ab 01.07.18
Im Deutschen Ärzteblatt, Jg. 115, Heft 1 - 2 vom 08.01.18 wurde der Beschluss des Bewertungsausschusses zur Änderung des EBM veröffentlicht. Demnach bleiben bei den Behandlungsfällen mit Ausnahmekennziffer ab 01.04.18 nur die genannten GOP bei der Ermittlung des arztpraxisspezifischen Fallwertes unberücksichtigt. Eine Übersicht der Untersuchungsindikationen mit den ausgenommenen GOP finden Sie hier.

Dort finden Sie auch Erläuterungen zu der am 01.07.18 eingeführten neuen Ausnahmekennziffer 32004 "Diagnostik zur Bestimmung der notwendigen Dauer, Dosierung und Art eines ggf. erforderlichen Antibiotikums vor Einleitung einer Antibiotikatherapie oder bei persistierender Symptomatik vor erneuter Verordnung"

19.09.2018 - Karlsruhe
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26.09.2018 - Karlsruhe
Praxismanagement

10.10.2018 - Karlsruhe
Präanalytik mit Laborführung

24.10.2018 - Stuttgart
Präanalytik mit Laborführung

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Allergiediagnostik

Im Rahmen der Allergiediagnostik hat der Arzt verschieden Möglichkeiten. Dazu gehören vor allem die sogenannten Prick-Teste, bei denen das Allergen durch einen leichten Einstich in die Oberhaut eingebracht wird und die Hautreaktionen gemessen werden. Bei allergischer Rhinokonjunktivitis (Reizung von Nase und Augen) können auch nasale Provokationsteste eingesetzt werden.

In menschlichem Serum oder Plasma können zirkulierende allergenspezifische Antikörper vom IgE-Isotyp nachgewiesen werden. IgE lagert sich über spezifische Rezeptoren an die Mastzellen im Gewebe und an die eosinophilen und basophilen Granulozyten in der Blutbahn an. Die nachfolgende Bindung eines spezifischen Allergens führt zur Aktivierung der betreffenden Zielzelle, wobei biologisch aktive Substanzen wie Histamin aus den Granula in das Zytoplasma freigesetzt werden. Zu den häufigsten Ursachen erhöhter IgE-Spiegel im Serum zählen allergische und parasitäre Erkrankungen. Atopiker mit allergenspezifischen IgE-Antikörpern können bei Kontakt mit dem entsprechenden Allergen die vielfältigsten Symptome entwickeln. Sie stehen im direkten Zusammenhang mit der Degranulation von Mastzellen und können tränende Augen, Niesen, Exantheme, Urtikaria und Ödeme umfassen. Die Symptome sind von unterschiedlicher Schwere und können in einigen Fällen bis zum Tod durch anaphylaktischen Schock führen. Die Information, die der Patient durch der Bestimmung von IgE-Antikörpern gegen spezifische Allergene mit sog. RAST-Tests erhält, ermöglicht ihm, den Kontakt mit dem betreffenden Allergen zu vermeiden oder sich einer gezielten Behandlung durch Hyposensibilisierung zu unterziehen.

Es gibt eine Vielzahl Allergene, gegen die IgE-Antikörper im Serum nachgewiesen werden können. Dazu gehören Allergene aus folgenden Gruppen:

  • Baum und Gräserpollen
  • Haustiere
  • Indoor-Allergene (Milben, Schimmelpilze)
  • Nahrungsmittel
  • Arzneimittel
  • Insekten und Insektengifte

Die einzelnen Allergene finden Sie auf unserem Anforderungsschein
Zum Screening werden häufig Mischungen mehrerer Allergene eingesetzt um die Zahl der Einzeltests gering zu halten. Ergibt die Mischung ein positives Ergebnis, können die darin enthaltenen Allergene einzeln nachgetestet werden. Auf einem Anforderungsschein können bei Kindern maximal 15, bei Erwachsenen maximal 9 Allergene bei der Krankenkasse abgerechnet werden.
 

AnsprechpartnerTelefonnummer
Dr. Nicola Kahle+49 721 6277-528
Dr. Dirk Alber+49 721 6277-522

 

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