Neuregelung bei Ausnahmekennziffern ab 01.04.18 und ab 01.07.18
Im Deutschen Ärzteblatt, Jg. 115, Heft 1 - 2 vom 08.01.18 wurde der Beschluss des Bewertungsausschusses zur Änderung des EBM veröffentlicht. Demnach bleiben bei den Behandlungsfällen mit Ausnahmekennziffer ab 01.04.18 nur die genannten GOP bei der Ermittlung des arztpraxisspezifischen Fallwertes unberücksichtigt. Eine Übersicht der Untersuchungsindikationen mit den ausgenommenen GOP finden Sie hier.

Dort finden Sie auch Erläuterungen zu der am 01.07.18 eingeführten neuen Ausnahmekennziffer 32004 "Diagnostik zur Bestimmung der notwendigen Dauer, Dosierung und Art eines ggf. erforderlichen Antibiotikums vor Einleitung einer Antibiotikatherapie oder bei persistierender Symptomatik vor erneuter Verordnung"

19.09.2018 - Karlsruhe
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26.09.2018 - Karlsruhe
Praxismanagement

10.10.2018 - Karlsruhe
Präanalytik mit Laborführung

24.10.2018 - Stuttgart
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Hoden

HCG-Test
Indikation
  • Überprüfung der endokrinen Hodenfunktion, Detektion von Leydig-Zellgewebe
  • Abklärung einer Anorchie
  • Abklärung eines beidseitigen Kryptorchismus
PrinzipHCG hat LH-Aktivität und stimuliert die Testosteronproduktion in den Leydig-Zellen
Durchführung
ZeitGabe vonAnalytMaterial
0 min
(08:00 h - 10:00 h)
TestosteronSerum
5.000 IE Choriongonadotropin (HCG) intramuskulär (Brevactid® 5.000 IE) bei Erwachsenen, bei Kindern 5.000 IE/m² Körperoberfläche, höchstens aber 5.000 IE
72 h
(08:00 h - 10:00 h)
Testosteron, stimuliertSerum
  • Proben bitte mit "basal" und "stimuliert" beschriften.
  • Eine zu hohe Dosis HCG oder i. v. Applikation von HCG kann zu inversen Ergebnissen führen. Auch im fortgeschrittenen Alter ist die Reaktion auf HCG häufig eingeschränkt.
Bewertung
  • Bei erwachsenen Männern findet sich normalerweise ein 1,5- bis 2,5-facher Anstieg der basalen Testosteronkonzentration.
  • Bei präpubertären Jungen findet man einen Anstieg auf > 4,0 nmol/L, niedrigere Anstiege weisen auf einen primären Hypogonadismus hin.
  • Ein Anstieg auf > 30 nmol/L zeigt bei Männern eine normale endokrine Hodenfunktion an.
  • Ein völlig fehlender Anstieg beweist eine Anorchie.
  • Ein vermehrter Anstieg weist auf einen sekundären Hypogonadismus, Pubertas tarda oder Kyptorchismus hin.
Literatur

Schäffler, A. et al.: Funktionsdiagnostik in Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechsel. Springer 2. Auflage, 2013: 103-104

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