Einführung eines quantitativen Stuhltests (iFoBT) zur Darmkrebs-Früherkennung zum 01.04.2017
Nachdem der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) bereits im Oktober 2016 den Beschluss zur Einführung eines quantitativen Stuhltests getroffen hat, wird nun ab dem 1. April 2017 der quantitative immunologische Test zum Nachweis von fäkalem occultem Blut im Stuhl (iFOBT) den derzeit verwendeten Guajak-basierten Test (gFOBT) ersetzen. Für die Untersuchung müssen besondere Röhrchen für die Probennahme verwendet werden, die einen Stabilisator enthalten. Unsere Einsender können diese Röhrchen mit Anleitung ab sofort in unserem Materialversand bestellen.

Änderungen im Medizinprodukterecht seit 01.01.17
Die Medizinproduktebetreiberverordnung (MPBetreibV) beschreibt die Pflichten der Betreiber und Anwender von Medizinprodukten. Für aktive Medizinprodukte gibt es gesetzliche Dokumentationspflichten. Die Neufassung der MPBetreibV bringt einige Änderungen mit sich, die wir hier für Sie zusammengefasst haben.

07.02.2018
Hygiene in der Arztpraxis

Weitere Veranstaltungen

Pentagastrin-Test

Indikation

  • Verdacht auf medulläres Schilddrüsenkarzinom
  • Nachsorge und Verlaufskontrolle des medullären Schilddrüsenkarzinoms

Durchführung

Zeit

Gabe von

Analyt

Material

0 min

Calcitonin

Serum gefroren/Heparin-Plasma gefroren

0,5 µg/kg Körpermasse Pentagastrin i. v.

2 min

Calcitonin

Serum gefroren/Heparin-Plasma gefroren

5 min

Calcitonin

Serum gefroren/Heparin-Plasma gefroren

  • Die Blutentnahme sollte am nüchternen Patienten erfolgen.
  • Alkohol und Calcium sind mögliche Stimulatoren für das Calcitonin

Bewertung

  • Der Test kann z. B. bei Entzündungen der Schilddrüse falsch positiv werden sowie falsch negativ bei sehr kleinen Karzinomen. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie definiert den Grenzwert für die Thyreoidektomie bei stimulierten Calcitonin-Konzentrationen > 100 ng/L, wobei zu beachten ist, dass auch eine C-Zell-Hyperplasie stimulierte Calcitonin-Konzentrationen von 100 bis 200 ng/L aufweisen kann.
  • Patienten mit klinisch manifestem medullärem Schilddrüsenkarzinom haben präoperativ oftmals sehr deutlich erhöhte Werte.
  • Postoperativ darf im Fall einer kurativen Resektion und bei Metastasenfreiheit das basale und stimulierte Calcitonin nicht mehr nachweisbar sein bzw. sich nur noch innerhalb der Referenzbereiche bewegen.

Geschlecht

Calcitonin, basal

Calcitonin

Männer

2 ng/L - 48 ng/L
0,59 pmol/L - 14,04 pmol/L

< 79 ng/L
< 23,12 pmol/L

Frauen

2 ng/L - 10 ng/L
0,59 pmol/L - 2,93 pmol/L

< 50ng/L
< 14,63 pmol/L

Unerwünschte Wirkungen

  • Flush-Symptomatik
  • Allergische Reaktionen
  • Blutdruckabfall
  • Abdominelle Beschwerden
  • Übelkeit

Literatur

Lehnert, H.: Rationelle Diagnostik und Therapie in Endokrinologie,Diabetologie und Stoffwechsel. Thieme 2. Auflage 2003: 79

Dietlein, M. et al.: Calcitonin-Screening bei Knotenstruma? Ärzteblatt Rheinland-Pfalz 2008, 3 13 - 16

Thomas, L.: Labor und Diagnose. TH-Books Verlagsgesellschaft mbH 2005: 1317

Schäffler, A. et al.: Funktionsdiagnostik in Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechsel. Springer 1. Auflage 2009: 39 - 40

Thyreotropin-Releasing-Hormon-Test (TRH-Test)

Indikation

Differentialdiagnose:

  • primäre und sekundäre Hypothyreose
  • Hyperthyreose
  • Therapieüberwachung
  • Kontrolle bei medikamentöser und postoperativer Strumabehandlung
  • Tumordiagnostik (z. B. Prolaktinom)

Durchführung

  1. Abnahme einer Basalprobe (5 mL Vollblut, Probe 1)
  2. Gabe von TRH
    a) i. v.: Injektion von 200 oder 400 µg TRH (z. B. Relefact-TRH, Hoechst; Antepan-TRH, Henning; TRH, Roche)
    b) oral: z. B. TRH 40 mg, Thyroliberin oder Antepan
    c) nasal: 2 Sprühstöße von je 1 mg TRH, z. B. Relefact-TRH, Hoechst
  3. Blutentnahme von 5 mL Vollblut (Probe 2)
    bei a) und c) 30 Minuten nach i. v. oder nasaler Gabe
    bei b) 4 Stunden nach oraler TRH-Gabe
  4. Bestimmung des TSH-Spiegels aus beiden Proben

Beurteilung

Normal: Ein TSH-Anstieg um 2 - 25 mU/L entspricht einer Euthyreose.

Verminderter oder fehlender TSH-Anstieg (unter 2 mU/L): je nach Indikation manifeste oder präklinische Hyperthyreose, autonomes Adenom, ausreichende suppressive Schilddrüsenhormonmedikation (z. B. bei Struma) oder sekundäre (hypophysäre) Hypothyreose.

Gesteigerter TSH-Anstieg bei meist erhöhtem Basalwert: je nach Indikation manifeste Hypothyreose, latente Hypothyreose (normale fT3- und fT4-Werte) oder primäre Schilddrüseninsuffizienz.

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