Beschriftung von Proben für immunhämatologische Untersuchungen
Bitte beachten Sie,  dass lt. Hämotherapie-Richtlinie 2017 Proben für Blutgruppenbestimmungen und Antikörper-Suchtests zusätzlich zum Barcode grundsätzlich mit Name, Vorname und Geburtsdatum beschriftet sein sollen (gilt insbesondere.im Rahmen der MuVo)
Auszug aus der Hämotherapie-Richtlinie:
4.4.3 Identitätssicherung
Verwechslungen kommen häufiger vor als Fehlbestimmungen. Es ist daher unerlässlich, Verwechslungen auszuschließen.
Jedes Probengefäß ist vor Entnahme eindeutig zu kennzeichnen (Name, Vorname, Geburtsdatum). Zusätzlich können diese Daten auch in codierter Form angebracht werden. Der Untersuchungsauftrag muss vollständig einschließlich Entnahmedatum ausgefüllt und die abnehmende Person identifizierbar sein (s. Abschnitt 4.9.1). Der anfordernde Arzt muss auf dem Untersuchungsauftrag eindeutig ausgewiesen sein. Er ist für die Identität der Blutprobe verantwortlich.

 

Qualitätsmanagement in der Arztpraxis
27.03.2019 in Karlsruhe

Pränalytik mit Laborführung
03.04.2019 in Karlsruhe

Hygiene in der Arztpraxis
03.04.2019 in Stuttgart

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10.04.2019 in Karlsruhe

Hygiene in der Arztpraxis
08.05.2019

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Krebsvorsorge

Prostata-spezifisches Antigen (PSA)

AnalytMaterial
PSA, freies PSASerum

Hämoglobin-Haptoglobin-Komplex und Hämoglobin im Stuhl

Kolorektale Karzinome sind mit etwa 60.000 Neuerkrankungen pro Jahr eine der häufigsten Todesursachen bei Menschen über 50 Jahren. Sie entstehen über Jahre aus gutartigen, polypösen Vorstufen. Während die Polypen und auf die Schleimhaut begrenzte Tumore kurativ entfernt werden können, ist die Prognose bei über die Schleimhaut hinausgehenden Tumorstadien oft schlecht. Deshalb werden Vorsorgeuntersuchungen für Menschen ohne besonderes Risiko ab dem fünfzigsten Lebensjahr empfohlen.

Seit 1. April 2017 steht für gesetzlich versicherte Patienten der immunologische Nachweis von Hämoglobin (Hb) im Stuhl (iFOBT) als Kassenleistung zur Verfügung und ersetzt damit die Guajak-basierten Teste (z. B. Haemoccult-Test). Gemäß den Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) sind nur iFOBT-Teste zugelassen, die bezüglich der Detektion von kolorektalen Karzinomen und fortgeschrittenen Adenomen eine Sensitivität von mindestens 25 % und eine Spezifität von mindestens 90 % erreichen.

Die immunologischen Labortests weisen nur humanes Blut als Hämoglobin oder als Komplex aus Hämoglobin und Haptoglobin nach und werden nicht durch Diät bzw. Antioxidantien gestört. Gleichzeitig führt der immunologische Nachweis zu einer deutlichen Steigerung der Empfindlichkeit im Vergleich zum Guajak-Test. 

Aus Erythrozyten freigesetztes Hämoglobin wird sofort an Haptoglobin gebunden. Hämoglobin liegt im Blut also in geringer Menge auch als Hämoglobin-Haptoglobin-Komplex vor. Im Fall einer Blutung gelangen diese Komplexe ins Darminnere und können im Stuhl nachgewiesen werden. Die höhere Stabilität der Hämoglobin/Haptoglobin-Komplexe verbessert die Sensitivität im Vergleich zur alleinigen immunologischen Hämoglobin-Bestimmung.

Eine ausführliche Fachinformation mit Aussagen zum Wert der zusätzlichen Bestimmung von Hb-Hp-Komplex im Stuhl können Sie hier herunterladen.

Hämoglobin-Haptoglobin-Komplex + Hämoglobin im Stuhl
AnalytMaterial
Hämoglobin-Haptoglobin-Komplex +
Hämoglobin im Stuhl
(Enzymimmunoassay)
Stuhlprobe
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