Beschriftung von Proben für immunhämatologische Untersuchungen
Bitte beachten Sie,  dass lt. Hämotherapie-Richtlinie 2017 Proben für Blutgruppenbestimmungen und Antikörper-Suchtests zusätzlich zum Barcode grundsätzlich mit Name, Vorname und Geburtsdatum beschriftet sein sollen (gilt insbesondere.im Rahmen der MuVo)
Auszug aus der Hämotherapie-Richtlinie:
4.4.3 Identitätssicherung
Verwechslungen kommen häufiger vor als Fehlbestimmungen. Es ist daher unerlässlich, Verwechslungen auszuschließen.
Jedes Probengefäß ist vor Entnahme eindeutig zu kennzeichnen (Name, Vorname, Geburtsdatum). Zusätzlich können diese Daten auch in codierter Form angebracht werden. Der Untersuchungsauftrag muss vollständig einschließlich Entnahmedatum ausgefüllt und die abnehmende Person identifizierbar sein (s. Abschnitt 4.9.1). Der anfordernde Arzt muss auf dem Untersuchungsauftrag eindeutig ausgewiesen sein. Er ist für die Identität der Blutprobe verantwortlich.

 

Qualitätsmanagement in der Arztpraxis
27.03.2019 in Karlsruhe

Pränalytik mit Laborführung
03.04.2019 in Karlsruhe

Hygiene in der Arztpraxis
03.04.2019 in Stuttgart

Medizinprodukte in der Arztpraxis
10.04.2019 in Karlsruhe

Hygiene in der Arztpraxis
08.05.2019

Weitere Veranstaltungen

Schwangerschaft

Beta-hämolysierende Streptokokken

Die B-Streptokokken (GBS) sind eine häufige Ursache für schwere Infektionen des Neugeborenen. Die frühe Form (early onset, innerhalb von 3 Tagen nach der Geburt) birgt vor allem für Frühgeborene ein hohes Letalitätsrisiko und tritt mit über 90 % der Fälle am häufigsten auf, während die späte Form (late onset) seltener vorkommt (10 %). 1 bis 2 % der Kinder von Müttern, die zum Zeitpunkt der Geburt vaginal oder rektal mit Streptokokken der Gruppe B besiedelt sind, erleiden die frühe Form der Sepsis.

Die Schwangere sollte zwischen der 35. und 37. Woche auf B-Streptokokken untersucht werden. Bereits zu diesem Zeitpunkt kann eine Aussage über den GBS-Kolonisierungsstatus am Geburtstermin gemacht werden. Beim Nachweis einer GBS-Besiedelung wird der Schwangeren die intrapartale Chemoprophylaxe zum Zeitpunkt der Geburt empfohlen.

Beta-hämolysierende Streptokokken
AnalytMaterial
ß-hämolysierende StreptokokkenAbstrich

Pränatal-Screening (Triple-Test)

Mit dem sogenannten Triple-Test lässt sich das Risiko einer Trisomie 21 und eines Neuralrohrdefektes ermitteln. Er kann zwischen der 15. und 21. Schwangerschaftswoche (SSW 14 + 0 bis SSW 20 + 6) durchgeführt werden. Es handelt sich hierbei um eine individuelle Risikobestimmung, ein sicherer Nachweis oder Ausschluss einer Trisomie 21 ist nur durch eine Amniozentese oder Chorionzottenbiopsie möglich. 

Pränatal-Screening (Triple-Test)
AnalytMaterial
Alpha-Fetoprotein (AFP)Serum
Estriol, freiesSerum
Choriongonadotropin Serum

Immunstatus (junge Frau; vor/während Schwangerschaft)

In diesem Laborprofil wird die Immunität gegen die wichtigsten schwangerschaftsrelevanten Infektionserkrankungen überprüft.

Immunstatus
AnalytMaterial
Cytomegalie-Virus, IgGSerum
Parvovirus B 19, IgGSerum
Varicella-Zoster-Virus, IgGSerum
Toxoplasma gondii, IgGSerum

Die Untersuchung auf Antikörper gegen diese Infektionserreger ist eine Kassenleistung (EBM 3482), wenn anamnestisch oder klinisch der Verdacht auf eine akute Infektion besteht.

 

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