Einführung eines quantitativen Stuhltests (iFoBT) zur Darmkrebs-Früherkennung zum 01.04.2017
Nachdem der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) bereits im Oktober 2016 den Beschluss zur Einführung eines quantitativen Stuhltests getroffen hat, wird nun ab dem 1. April 2017 der quantitative immunologische Test zum Nachweis von fäkalem occultem Blut im Stuhl (iFOBT) den derzeit verwendeten Guajak-basierten Test (gFOBT) ersetzen. Für die Untersuchung müssen besondere Röhrchen für die Probennahme verwendet werden, die einen Stabilisator enthalten. Unsere Einsender können diese Röhrchen mit Anleitung ab sofort in unserem Materialversand bestellen.

Änderungen im Medizinprodukterecht seit 01.01.17
Die Medizinproduktebetreiberverordnung (MPBetreibV) beschreibt die Pflichten der Betreiber und Anwender von Medizinprodukten. Für aktive Medizinprodukte gibt es gesetzliche Dokumentationspflichten. Die Neufassung der MPBetreibV bringt einige Änderungen mit sich, die wir hier für Sie zusammengefasst haben.

07.02.2018
Hygiene in der Arztpraxis

Weitere Veranstaltungen

Schwangerschaft

Beta-hämolysierende Streptokokken

Die B-Streptokokken (GBS) sind eine häufige Ursache für schwere Infektionen des Neugeborenen. Die frühe Form (early onset, innerhalb von 3 Tagen nach der Geburt) birgt vor allem für Frühgeborene ein hohes Letalitätsrisiko und tritt mit über 90 % der Fälle am häufigsten auf, während die späte Form (late onset) seltener vorkommt (10 %). 1 bis 2 % der Kinder von Müttern, die zum Zeitpunkt der Geburt vaginal oder rektal mit Streptokokken der Gruppe B besiedelt sind, erleiden die frühe Form der Sepsis.

Die Schwangere sollte zwischen der 35. und 37. Woche auf B-Streptokokken untersucht werden. Bereits zu diesem Zeitpunkt kann eine Aussage über den GBS-Kolonisierungsstatus am Geburtstermin gemacht werden. Beim Nachweis einer GBS-Besiedelung wird der Schwangeren die intrapartale Chemoprophylaxe zum Zeitpunkt der Geburt empfohlen.

Beta-hämolysierende Streptokokken

Analyt

Material

ß-hämolysierende Streptokokken

Abstrich

Pränatal-Screening (Triple-Test)

Mit dem sogenannten Triple-Test lässt sich das Risiko einer Trisomie 21 und eines Neuralrohrdefektes ermitteln. Er kann zwischen der 15. und 21. Schwangerschaftswoche (SSW 14 + 0 bis SSW 20 + 6) durchgeführt werden. Es handelt sich hierbei um eine individuelle Risikobestimmung, ein sicherer Nachweis oder Ausschluss einer Trisomie 21 ist nur durch eine Amniozentese oder Chorionzottenbiopsie möglich. 

Pränatal-Screening (Triple-Test)

Analyt

Material

Alpha-Fetoprotein (AFP)

Serum

Estriol, freies

Serum

Choriongonadotropin

Serum

Immunstatus (junge Frau; vor/während Schwangerschaft)

In diesem Laborprofil wird die Immunität gegen die wichtigsten schwangerschaftsrelevanten Infektionserkrankungen überprüft.

Immunstatus

Analyt

Material

Cytomegalie-Virus, IgG

Serum

Parvovirus B 19, IgG

Serum

Varicella-Zoster-Virus, IgG

Serum

Toxoplasma gondii, IgG

Serum

Die Untersuchung auf Antikörper gegen diese Infektionserreger ist eine Kassenleistung (EBM 3482), wenn anamnestisch oder klinisch der Verdacht auf eine akute Infektion besteht.

 

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