Neuregelung bei Ausnahmekennziffern ab 01.04.18 und ab 01.07.18
Im Deutschen Ärzteblatt, Jg. 115, Heft 1 - 2 vom 08.01.18 wurde der Beschluss des Bewertungsausschusses zur Änderung des EBM veröffentlicht. Demnach bleiben bei den Behandlungsfällen mit Ausnahmekennziffer ab 01.04.18 nur die genannten GOP bei der Ermittlung des arztpraxisspezifischen Fallwertes unberücksichtigt. Eine Übersicht der Untersuchungsindikationen mit den ausgenommenen GOP finden Sie hier.

Dort finden Sie auch Erläuterungen zu der am 01.07.18 eingeführten neuen Ausnahmekennziffer 32004 "Diagnostik zur Bestimmung der notwendigen Dauer, Dosierung und Art eines ggf. erforderlichen Antibiotikums vor Einleitung einer Antibiotikatherapie oder bei persistierender Symptomatik vor erneuter Verordnung"

19.09.2018 - Karlsruhe
Kinesio-Tape

26.09.2018 - Karlsruhe
Praxismanagement

10.10.2018 - Karlsruhe
Präanalytik mit Laborführung

24.10.2018 - Stuttgart
Präanalytik mit Laborführung

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Schwangerschaft

Beta-hämolysierende Streptokokken

Die B-Streptokokken (GBS) sind eine häufige Ursache für schwere Infektionen des Neugeborenen. Die frühe Form (early onset, innerhalb von 3 Tagen nach der Geburt) birgt vor allem für Frühgeborene ein hohes Letalitätsrisiko und tritt mit über 90 % der Fälle am häufigsten auf, während die späte Form (late onset) seltener vorkommt (10 %). 1 bis 2 % der Kinder von Müttern, die zum Zeitpunkt der Geburt vaginal oder rektal mit Streptokokken der Gruppe B besiedelt sind, erleiden die frühe Form der Sepsis.

Die Schwangere sollte zwischen der 35. und 37. Woche auf B-Streptokokken untersucht werden. Bereits zu diesem Zeitpunkt kann eine Aussage über den GBS-Kolonisierungsstatus am Geburtstermin gemacht werden. Beim Nachweis einer GBS-Besiedelung wird der Schwangeren die intrapartale Chemoprophylaxe zum Zeitpunkt der Geburt empfohlen.

Beta-hämolysierende Streptokokken
AnalytMaterial
ß-hämolysierende StreptokokkenAbstrich

Pränatal-Screening (Triple-Test)

Mit dem sogenannten Triple-Test lässt sich das Risiko einer Trisomie 21 und eines Neuralrohrdefektes ermitteln. Er kann zwischen der 15. und 21. Schwangerschaftswoche (SSW 14 + 0 bis SSW 20 + 6) durchgeführt werden. Es handelt sich hierbei um eine individuelle Risikobestimmung, ein sicherer Nachweis oder Ausschluss einer Trisomie 21 ist nur durch eine Amniozentese oder Chorionzottenbiopsie möglich. 

Pränatal-Screening (Triple-Test)
AnalytMaterial
Alpha-Fetoprotein (AFP)Serum
Estriol, freiesSerum
Choriongonadotropin Serum

Immunstatus (junge Frau; vor/während Schwangerschaft)

In diesem Laborprofil wird die Immunität gegen die wichtigsten schwangerschaftsrelevanten Infektionserkrankungen überprüft.

Immunstatus
AnalytMaterial
Cytomegalie-Virus, IgGSerum
Parvovirus B 19, IgGSerum
Varicella-Zoster-Virus, IgGSerum
Toxoplasma gondii, IgGSerum

Die Untersuchung auf Antikörper gegen diese Infektionserreger ist eine Kassenleistung (EBM 3482), wenn anamnestisch oder klinisch der Verdacht auf eine akute Infektion besteht.

 

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