Coronavirus-Diagnostik (Covid-19)

Die epidemiologische Situation das neue SARS-CoV-2 Virus betreffend unterliegt aktuell einer großen Dynamik. Für stets aktuelle Informationen verweisen wir daher auf die Homepage des Robert Koch Instituts.

Aktuelle Informationen und Antworten auf häufig gestellte Fragen siehe hier

 

Wegen der Coronavirus-Pandemie werden in diesem Jahr alle Angebote als Web-Seminar durchgeführt.

Arbeitsschutz in der Arztpraxis
04.11.2020

Reisemedizin
11.11.2020

Beschwerdemanagement
18.11.2020

Optimaler Wirtschaftlichkeitsbonus
02.12.2020

Weitere Veranstaltungen

Häufig gestellte Fragen zur SARS-CoV-2 Diagnostik

Hier antworten wir auf häufig gestellte Fragen zum Thema "Diagnostik einer SARS-CoV-2-Infektion":

Aktuelle Informationen zur Corona-Situation finden Sie auch auf diesen Seiten:

Frage:Antwort:
Kann ich zur Entnahme des Abstrichs für eine Untersuchung
auf SARS-CoV-2 mittels PCR ins Labor kommen?
Zum Schutz unserer Mitarbeiter und Patienten nehmen wir grundsätzlich keine Corona-Abstriche in unseren Räumen.
Bitte wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder eine Corona-Schwerpunktpraxis in Ihrer Nähe.
Die Adressen der Schwerpunkt-Praxen erfahren Sie beim zuständigen Ordnungsamt.
Wie lange dauert die Corona-PCR?Aufgrund des extrem hohen Probenaufkommens können wir die bisher zugesagten 24 Stunden bis zur Befundung leider nicht mehr einhalten.
Wie viel kostet die Corona-PCR?Der Nachweis des Coronavirus im Abstrich kostet als IGeL-Leistung 64,12 €.
Kann ich für eine Ak-Bestimmung ins Labor kommen?Ja, dafür müssen Sie einen Termin unter diesem Link vereinbaren.
Bitte nehmen Sie Termine nur wahr, wenn Sie keine Erkältungssymptome haben und betreten Sie unsere Räume mit Mund-Nasen-Bedeckung.
Wie viel kostet die Corona-Antikörper-Bestimmung?Der Test der Firma Roche kostet 20,11 €.
Zusätzlich fallen 4,20 € für die Blutentnahme an, wenn Sie einen Termin im Labor vereinbaren.
Wie lange dauert die Corona-Antikörper-Bestimmung?Ihr Testergebnis ist in der Regel innerhalb 24 Stunden fertig.
Ausnahme ist das Wochenende: Je nach Probeneingang kann das Ergebnis einer Probe vom Freitag erst am Montag fertig sein.
Wo kann ich nach der Untersuchung meinen Corona-Befund abrufen?Ihr "Corona-Zertifikat" können Sie hier abrufen. Geben Sie in die Maske Ihre Auftragsnummer und Ihr Geburtsdatum ein und folgen Sie den weiteren Anweisungen

Bestimmung von SARS-CoV-2-Antikörpern

Die Bestimmung der SARS-CoV2-Antikörper zu diagnostischen Zwecken ist seit dem 08.05.2020 als Kassenleistung möglich (ICD-Code U07.1). Wir führen die Bestimmung der SARS-CoV2-Ak bereits seit Anfang April mit den Tests der Firma Euroimmun für IgG- und IgA-Ak durch. Neu hinzugekommen ist nun der Elecsys®-Test der Firma Roche für "Gesamt"-Ak (IgG/IgM) gegen SARS-CoV2. Die Bestimmung der IgG- sowie der "Gesamt"-Ak sind alternativ als Kassenleistung bei symptomatischen Patienten bzw. bei Kontaktpersonen anforderbar.

Zur Diagnostik empfiehlt die KBV die Untersuchung von zwei Blutproben im Abstand von 7 – 14 Tagen in demselben Labor. Die erste Untersuchung ist frühestens eine Woche (besser 2 Wochen) nach Symptombeginn sinnvoll, eine zweite Probe sollte ggf. frühestens 3 (- 4) Wochen nach Symptombeginn entnommen werden.

Die Methoden weisen Antikörper gegen unterschiedliche Antigene des SARS-CoV2 nach. Euroimmun verwendet als Zielantigen die sog. S1-Domäne der Spike-Proteine, die die Bindung der Viren an die Epithelzellen vermittelt. Bei der Roche-Methode dient das Nukleocapsidprotein als Zielantigen. Beide Methoden weisen eine hohe Spezifität von 98,5 % bzw. > 99 % auf. Die Sensitivität der Methoden korreliert mit der Dauer der Symptome und beträgt nach ca. 2 Wochen > 80 bzw. ca. 88 %, bei zusätzlicher Testung der IgA-Ak und nach längerer Dauer bis 100 %. Vorabtestungen von > 1.500 Proben zeigten eine hohe Übereinstimmung der qualitativen Resultate.

Da verschiedene Antikörperspezifitäten bestimmt werden, korreliert jedoch die Höhe der Antikörperkonzentration für S1-Ak im Euroimmun-Test nicht notwendigerweise mit derjenigen für Nukleocapsid-Ak im Roche-Test. Bisherige Ergebnisse deuten darauf hin, dass ein schwerer klinischer Verlauf häufig mit hohen Konzentrationen für S1-IgG-Ak einherzugehen scheint.

Als Teststrategie schlagen wir folgendes Prozedere vor:
  • Für diagnostische Zwecke und bei Risikopopulationen (z. B. Krankenhäuser, betreuende Einrichtungen):
    Bestimmung der IgG-Ak, ggf. auch der IgA-Ak (IgA-Ak keine Kassenleistung!),
  • Für epidemiologische Fragestellungen (Prävalenz), Erhebung des Ak-Status: Bestimmung der Gesamt-Ak

 

asymptomatische Corona-Testung

Rückwirkend zum 17.04.2020 werden asymptomatische Corona-Testungen vom Land BW übernommen. Die Voraussetzungen dafür siehe unten:

https://www.kvbawue.de/praxis/aktuelles/nachrichten-zum-praxisalltag/news-artikel/news/landesregierung-beschliesst-corona-testungen-fuer-asymptomatische-personengruppen/

01. Mai 2020

Die Landesregierung Baden-Württemberg beschließt Corona-Testungen für asymptomatische Personengruppen und übernimmt Kosten rückwirkend zum 17.04.2020
Die baden-württembergische Landesregierung hat beschlossen, dass Corona-Tests auch bei Personen vorgenommen werden, die nicht unter das Flussschema des Robert-Koch-Institutes zur Verdachtsabklärung fallen. Dabei handelt es sich vor allem um asymptomatische Patienten. Bislang konnten Tests bei diesen Personen nicht zulasten der GKV vorgenommen und abgerechnet werden. 
Um ein erneutes starkes Ansteigen der Infektionszahlen in der Bevölkerung zu vermeiden, sollen noch mehr Bürgerinnen und Bürger auf das neuartige Virus getestet werden. Rückwirkend zum 17. April 2020 übernimmt nun das Land Baden-Württemberg die Kosten für diese Tests. 
In folgenden Fällen sollen – über die RKI-Empfehlungen hinaus – Testungen bei asymptomatischen Personen(gruppen) durchgeführt werden:

  • enge Kontaktpersonen von positiv getesteten Fällen
  • bei Erkrankungshäufungen, zum Beispiel in Gemeinschaftsunterkünften und Betrieben
  • in medizinischen Einrichtungen und in der stationären Pflege
  • SARS-CoV-2-Tests als Voraussetzung für Wiederaufnahme der Arbeit für medizinisches und nicht-medizinisches Personal in Arztpraxen, Krankenhäusern, Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie im ambulanten Pflegedienst

Voraussetzungen für die SARS-CoV-2-Testung sind:

  • Person ist in Baden-Württemberg wohnhaft oder hat ihren gewöhnlichen Aufenthalt hier
  • freiwillige Einwilligung in die Testung auf SARS-Cov-2
  • datenschutzrechtliche Aufklärung durch den Arzt, schriftliche oder ausdrückliche mündliche Einverständniserklärung der Person in die Datenerhebung und -verarbeitung

Achtung! Zeigt der Patient keine Symptome, bitte explizit die „asymptomatische Corona-Testung nach Pseudo-GOP 99536” beauftragen, damit das Labor erkennen kann, dass das Land BW die Kosten übernimmt und nicht die GKV.

Nutzung der Corona WarnApp

Die Bundesregierung hat gemeinsam mit der Telekom und SAP eine Corona-Warn-App entwickelt und am 16.6.2020 zur Verfügung gestellt. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Lösung ist die gesicherte Übertragung eines positiven Coronavirus-2 Testergebnisses in die APP. Um dies zu ermöglichen, befinden sich die Telekom und Vertreter der Labore seit einigen Wochen in enger Abstimmung.

Bisher ist es den Laboren technisch nicht möglich, Patienten eine QR-Code oder eine TAN direkt mit einem positiven Befund mitzuteilen. Falls dieser Test positiv sein sollte, sollen die Patienten bitte die Hotline der Telekom unter der Rufnummer +49 800 7540002 anrufen und mitteilen, dass er oder sie positiv getestet wurde. Er/Sie erhält dann von dort eine TAN, die in der App eingegeben werden kann. Damit werden Kontaktpersonen anonym informiert, dass in ihrer Umgebung eine Person positiv getestet wurde.

Wir arbeiten eng mit der Telekom und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zusammen, um so schnell wie möglich die angekündigte technische Anbindung zu realisieren.

Hier finden Sie eine Information für Patienten und eine Information für Arztpraxen zum Ausdruck.

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