Neue RiLiBÄK 2019:
Am 23.12.19 wurde die neue Richtlinie der Bundesärztekammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht. Sie muss von allen Laboren angewandt werden, die labormedizinische Untersuchungen durchführen. Die Zahl der ringversuchspflichtigen Analysen wurde wesentlich erweitert. Nähere Informationen sowie den Text der RiLiBÄK 2019 finden Sie hier.

 

Notfalltraining
05.02.2020 in Karlsruhe

Die Rezeption - Herz der Praxis
12.02.2020 in Karlsruhe

Notfalltraining
04.03.2020 in Stuttgart

Wundversorgung
11.03.2020 in Karlsruhe

Weitere Veranstaltungen

Allergiediagnostik

Im Rahmen der Allergiediagnostik hat der Arzt verschieden Möglichkeiten. Dazu gehören vor allem die sogenannten Prick-Teste, bei denen das Allergen durch einen leichten Einstich in die Oberhaut eingebracht wird und die Hautreaktionen gemessen werden. Bei allergischer Rhinokonjunktivitis (Reizung von Nase und Augen) können auch nasale Provokationsteste eingesetzt werden.

In menschlichem Serum oder Plasma können zirkulierende allergenspezifische Antikörper vom IgE-Isotyp nachgewiesen werden. IgE lagert sich über spezifische Rezeptoren an die Mastzellen im Gewebe und an die eosinophilen und basophilen Granulozyten in der Blutbahn an. Die nachfolgende Bindung eines spezifischen Allergens führt zur Aktivierung der betreffenden Zielzelle, wobei biologisch aktive Substanzen wie Histamin aus den Granula in das Zytoplasma freigesetzt werden. Zu den häufigsten Ursachen erhöhter IgE-Spiegel im Serum zählen allergische und parasitäre Erkrankungen. Atopiker mit allergenspezifischen IgE-Antikörpern können bei Kontakt mit dem entsprechenden Allergen die vielfältigsten Symptome entwickeln. Sie stehen im direkten Zusammenhang mit der Degranulation von Mastzellen und können tränende Augen, Niesen, Exantheme, Urtikaria und Ödeme umfassen. Die Symptome sind von unterschiedlicher Schwere und können in einigen Fällen bis zum Tod durch anaphylaktischen Schock führen. Die Information, die der Patient durch der Bestimmung von IgE-Antikörpern gegen spezifische Allergene mit sog. RAST-Tests erhält, ermöglicht ihm, den Kontakt mit dem betreffenden Allergen zu vermeiden oder sich einer gezielten Behandlung durch Hyposensibilisierung zu unterziehen.

Es gibt eine Vielzahl Allergene, gegen die IgE-Antikörper im Serum nachgewiesen werden können. Dazu gehören Allergene aus folgenden Gruppen:

  • Baum und Gräserpollen
  • Haustiere
  • Indoor-Allergene (Milben, Schimmelpilze)
  • Nahrungsmittel
  • Arzneimittel
  • Insekten und Insektengifte

Die einzelnen Allergene finden Sie auf unserem Anforderungsschein
Zum Screening werden häufig Mischungen mehrerer Allergene eingesetzt um die Zahl der Einzeltests gering zu halten. Ergibt die Mischung ein positives Ergebnis, können die darin enthaltenen Allergene einzeln nachgetestet werden. Auf einem Anforderungsschein können bei Kindern maximal 15, bei Erwachsenen maximal 9 Allergene bei der Krankenkasse abgerechnet werden.
 

AnsprechpartnerTelefonnummer
Fr. Dr. Nicola Kahle+49 721 6277-528
Hr. Peter Degenhard+49 721 6277-532

 

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