Beschriftung von Proben für immunhämatologische Untersuchungen
Bitte beachten Sie,  dass lt. Hämotherapie-Richtlinie 2017 Proben für Blutgruppenbestimmungen und Antikörper-Suchtests zusätzlich zum Barcode grundsätzlich mit Name, Vorname und Geburtsdatum beschriftet sein sollen (gilt insbesondere.im Rahmen der MuVo)
Auszug aus der Hämotherapie-Richtlinie:
4.4.3 Identitätssicherung
Verwechslungen kommen häufiger vor als Fehlbestimmungen. Es ist daher unerlässlich, Verwechslungen auszuschließen.
Jedes Probengefäß ist vor Entnahme eindeutig zu kennzeichnen (Name, Vorname, Geburtsdatum). Zusätzlich können diese Daten auch in codierter Form angebracht werden. Der Untersuchungsauftrag muss vollständig einschließlich Entnahmedatum ausgefüllt und die abnehmende Person identifizierbar sein (s. Abschnitt 4.9.1). Der anfordernde Arzt muss auf dem Untersuchungsauftrag eindeutig ausgewiesen sein. Er ist für die Identität der Blutprobe verantwortlich.

 

Qualitätsmanagement in der Arztpraxis
27.03.2019 in Karlsruhe

Pränalytik mit Laborführung
03.04.2019 in Karlsruhe

Hygiene in der Arztpraxis
03.04.2019 in Stuttgart

Medizinprodukte in der Arztpraxis
10.04.2019 in Karlsruhe

Hygiene in der Arztpraxis
08.05.2019

Weitere Veranstaltungen

Amalgam-Belastung

Indikation

Ermittlung der Quecksilberbelastung

Oraler Dimaval®-(DMPS-)Test
  1. Spontanurin (Beschriftung U1): Untersuchung auf Zink, Selen, Kreatinin und Quecksilber
  2. Nach Blasenentleerung Gabe von 300 mg Dimaval® oral und 150 mL Tee, Wasser oder Limonade trinken
  3. Spontanurin 2 Std. nach DMPS-Einnahme (Beschriftung U2): Untersuchung auf Kupfer, Kreatinin und Quecksilber
  4. Bestimmung der o. g . Analyte in den beiden Spontanurin-Proben.
Kontraindikationen
  • Allergie gegen DMPS
  • eingeschränkte Nierenfunktion (Kreatinin im Serum > 2,5 mg/dL)
  • letzter DMPS-Test < 4 Wochen
Nebenwirkungen
  • ca. 1 % Allergien
  • leichter Transaminasenanstieg
Beurteilung

Urin 1:

  • Zink < 140 µg/g Kreatinin spricht für einen chronischen Zinkmangel (der toxische Quecksilber-Wirkungen begünstigt).
  • Selen < 6 µg/g Kreatinin spricht für einen chronischen Selenmangel, der ebenfalls toxische Quecksilber-Wirkungen begünstigt.
  • Quecksilber > 15 µg/g Kreatinin spricht für eine bedenklich erhöhte Quecksilberbelastung.

Urin 2:

  • Quecksilber > 50 µg/g Kreatinin spricht für eine bedenklich erhöhte Quecksilberbelastung
  • Bei stark erhöhten Kupfer-Werten > 2.000 µg/g Kreatinin und einer Quecksilberausscheidung von < 50 µg/g Kreatinin ist ein erneuter DMPS-Test nach 4 Wochen zu erwägen, da die Quecksilberdepots wegen der höheren Affinität des DMPS zum Kupfer evtl. nicht ausreichend mobilisiert wurden.
Achtung: während der Durchführung des Tests sollte aufgrund des Gehalts an Schwermetallen kein Fisch verzehrt werden.
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