Coronavirus-Diagnostik (Covid-19)

Die epidemiologische Situation das neue SARS-CoV-2 Virus betreffend unterliegt aktuell einer großen Dynamik. Für stets aktuelle Informationen verweisen wir daher auf die Homepage des Robert Koch Instituts. Aktuelle Informationen zur Corona-Teststrategie, zur Impfung und weitere Antworten auf häufig gestellte Fragen siehe hier

09.08.2021: Seit 26.05.21 gelten neue nationale und europäische Rechtsgrundlagen zum Medizinprodukterecht. Nähere Informationen finden Sie hier.

22.09.2021: Checkup-Screening auf Hepatitis ab 01.10.2021 mehr...

Wegen der Coronavirus-Pandemie werden auch 2022 zunächst alle Seminare online durchgeführt.

Pentagastrin-Test
Indikation
  • Verdacht auf medulläres Schilddrüsenkarzinom
  • Nachsorge und Verlaufskontrolle des medullären Schilddrüsenkarzinoms
Durchführung
Zeit Gabe von Analyt Material
0 min   Calcitonin Serum gefroren/Heparin-Plasma gefroren
  0,5 µg/kg Körpermasse Pentagastrin i. v.    
2 min   Calcitonin Serum gefroren/Heparin-Plasma gefroren
5 min   Calcitonin Serum gefroren/Heparin-Plasma gefroren
  • Die Blutentnahme sollte am nüchternen Patienten erfolgen.
  • Alkohol und Calcium sind mögliche Stimulatoren für das Calcitonin
Bewertung
  • Der Test kann z. B. bei Entzündungen der Schilddrüse falsch positiv werden sowie falsch negativ bei sehr kleinen Karzinomen. Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie definiert den Grenzwert für die Thyreoidektomie bei stimulierten Calcitonin-Konzentrationen > 100 ng/L, wobei zu beachten ist, dass auch eine C-Zell-Hyperplasie stimulierte Calcitonin-Konzentrationen von 100 bis 200 ng/L aufweisen kann.
  • Patienten mit klinisch manifestem medullärem Schilddrüsenkarzinom haben präoperativ oftmals sehr deutlich erhöhte Werte.
  • Postoperativ darf im Fall einer kurativen Resektion und bei Metastasenfreiheit das basale und stimulierte Calcitonin nicht mehr nachweisbar sein bzw. sich nur noch innerhalb der Referenzbereiche bewegen.

 

Geschlecht Calcitonin, basal Calcitonin, stimuliert
Männer 2 - 48 ng/L
0,59 - 14,04 pmol/L
< 79 ng/L
< 23,12 pmol/L
Frauen 2 - 10 ng/L
0,59 - 2,93 pmol/L
< 50 ng/L
< 14,63 pmol/L
Unerwünschte Wirkungen
  • Flush-Symptomatik
  • Allergische Reaktionen
  • Blutdruckabfall
  • Abdominelle Beschwerden
  • Übelkeit
Literatur Lehnert, H.: Rationelle Diagnostik und Therapie in Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechsel. Thieme 2. Auflage 2003: 79
Dietlein, M. et al.: Calcitonin-Screening bei Knotenstruma? Ärzteblatt Rheinland-Pfalz 2008, 3 13 - 16
Thomas, L.: Labor und Diagnose. TH-Books Verlagsgesellschaft mbH 2005: 1317
Schäffler, A. et al.: Funktionsdiagnostik in Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechsel. Springer 1. Auflage 2009: 39 - 40
Thyreotropin-Releasing-Hormon-Test (TRH-Test)
Indikation

Differentialdiagnose:

  • sekundäre und tertiäre Hypothyreose
  • Tumordiagnostik (Hypophyse)
Kontraindikationen
  • instabile Angina pectoris, frischer Myokardinfark
  • bekanntes Krampfleiden, Epilepsie
  • schwere obstruktive Atemwegserkrankung
  • bei Makroadenomen (> 1 cm) strenge Indikationsstellung (Risiko Hypophysenapoplex)
  • bei KHK ebenfalls strenge Indikationsstellung
Nebenwirkungen
  • Flush-Symptomatik
  • Unwohlsein
  • Übelkeit
  • allergische Reaktionen
Durchführung
  1. Abnahme einer Basalprobe (Serum, Probe 1)
  2. Gabe von TRH: Aufgrund besserer Kontrolle der Dosis i. v.-Applikation empfohlen.
    I. v. Injektion von 200 µg TRH (z. B. Relefact-TRH, Hoechst; Antepan-TRH, Henning) binnen 2 Minuten.
    Dosis für Kinder: 7 µg/kg Körpergewicht, max. jedoch 200 µg.
  3. Blutentnahme (Serum, Probe 2) 30 Minuten nach i. v. Gabe.
  4. Bestimmung des TSH-Spiegels aus beiden Proben, bitte auf korrekte Beschriftung der Proben mit Datum und Entnahmezeitpunkt achten.
Beurteilung TSH-Anstieg < 2 mIU/L: fehlende TSH Antwort
Bei erniedrigten fT3/fT4-Werten: Hinweis auf eine sekundäre Hypothyreose
Bei normalen fT3/fT4-Werten: kurz bestehende sekundäre Insuffizienz der thyreotropen Achse, Frühform einer immunogenen Hyperthyreose, beginnende thyreoidale Autonomie, Therapie mit Schilddrüsenhormonen

TSH-Anstieg 2 - 25 mIU/L: regelrechte TSH-Antwort
Bei erniedrigten fT3/fT4-Werten: bei kritisch Kranken möglicherweise Konstellation eines Low-T3-Syndroms

TSH-Anstieg > 25 mIU/L: überschießende TSH-Antwort
Bei erniedrigten fT3/fT4-Werten: manifeste Hypothyreose
Bei normalen fT3/fT4-Werten: latente Hypothyreose, Jodverwertungsstörung
Literatur Thomas, L.: Labor und Diagnose. TH Books Verlagsgesellschaft mbH, 8. Auflage, 2012: 1732
Schäffler, A. et al.: Funktionsdiagnostik in Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechsel. Springer, 2. Auflage, 2013: 130-131
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