Beschriftung von Proben für immunhämatologische Untersuchungen
Bitte beachten Sie,  dass lt. Hämotherapie-Richtlinie 2017 Proben für Blutgruppenbestimmungen und Antikörper-Suchtests zusätzlich zum Barcode grundsätzlich mit Name, Vorname und Geburtsdatum beschriftet sein sollen (gilt insbesondere.im Rahmen der MuVo)
Auszug aus der Hämotherapie-Richtlinie:
4.4.3 Identitätssicherung
Verwechslungen kommen häufiger vor als Fehlbestimmungen. Es ist daher unerlässlich, Verwechslungen auszuschließen.
Jedes Probengefäß ist vor Entnahme eindeutig zu kennzeichnen (Name, Vorname, Geburtsdatum). Zusätzlich können diese Daten auch in codierter Form angebracht werden. Der Untersuchungsauftrag muss vollständig einschließlich Entnahmedatum ausgefüllt und die abnehmende Person identifizierbar sein (s. Abschnitt 4.9.1). Der anfordernde Arzt muss auf dem Untersuchungsauftrag eindeutig ausgewiesen sein. Er ist für die Identität der Blutprobe verantwortlich.

 

Qualitätsmanagement in der Arztpraxis
27.03.2019 in Karlsruhe

Pränalytik mit Laborführung
03.04.2019 in Karlsruhe

Hygiene in der Arztpraxis
03.04.2019 in Stuttgart

Medizinprodukte in der Arztpraxis
10.04.2019 in Karlsruhe

Hygiene in der Arztpraxis
08.05.2019

Weitere Veranstaltungen

Adipositas, Insulinresistenz und Diabetes

Die Prävalenz des Übergewichts und der Adipositas steigt in den westlichen Industrienationen immer weiter an. Die Hälfte aller US-Bürger und etwa jeder dritte Bundesbürger sind übergewichtig. Generell führt eine Kombination aus genetischer Veranlagung und des Lebensstils (wenig Bewegung, Kalorienexzess) zu Übergewicht. Vor allem die zentrale bzw. viszerale Fettverteilung prädisponiert zur Entwicklung eines Typ II-Diabetes, Hypertonie und koronarer Herzkrankheit. Bereits in jungen Jahren entwickeln adipöse Patienten eine Insulinresistenz und arteriosklerotischen Gefäßveränderrungen. Oft entwickelt sich das Vollbild des metabolischen Syndroms mit zentraler Adipositas, Hypertonie, Dyslipidämie und gestörter Glucosetoleranz. Im Zentrum der Pathogenese des metabolischen Syndroms und der Entwicklung eines Typ II-Diabetes steht die Insulinresistenz. Zur Bestimmung der Insulinresistenz eignen sich im Frühstadium des metabolischen Syndroms der sog. HOMA-Score aus Nüchternblutzucker und Nüchterninsulin. In späteren Stadien bei beginnender Sekretionsstörung der beta-Zelle stellt intaktes Proinsulin einen sehr spezifischer Marker der Insulinresistenz dar. Das Fettgewebe synthetisiert und sezerniert biologisch aktive Substanzen, die die Insulinsensitivität verringern und damit KHK-Risikofaktoren negativ beeinflussen können. Diese Fettgewebshormone - Adipokine - beinhalten Adiponectin, Resistin, Leptin, Plasminogen-Aktivator-Inhibitor (PAI), Tumor necrose Faktor (TNF-alpha) und Interleukin 6. Erniedrigte Adiponectin-Konzentrationen im Serum gehen mit einer Insulinresistenz einher und prädisponieren daher für die spätere Entwicklung eines Diabetes mellitus Typ II. Bei einer Gewichtsreduktion verbessert sich die Insulinsensitivität signifikant.

Laboruntersuchungen zur Insulinresistenz
AnalytMaterial
GlucoseNaF-Blut
HOMA - Score (Nüchternglucose + Insulin)NaF-Blut (Glucose)
und Serum, gefroren (Insulin)
Proinsulin, intaktEDTA-Plasma (8 Std., Raumtemperatur)
AdiponectinSerum

 Eine ausführliche Broschüre "Adipositas, metabolisches Syndrom, Insulinresistenz und Diabetes" können Sie bei unserer Kundenbetreuung bestellen.

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