Neuregelung bei Ausnahmekennziffern ab 01.04.2018
Im Deutschen Ärzteblatt, Jg. 115, Heft 1 - 2 vom 08.01.18 wurde der Beschluss des Bewertungsausschusses zur Änderung des EBM veröffentlicht. Demnach bleiben bei den Behandlungsfällen mit Ausnahmekennziffer ab 01.04.18 nur die genannten GOP bei der Ermittlung des arztpraxisspezifischen Fallwertes unberücksichtigt. Eine Übersicht der Untersuchungsindikationen mit den ausgenommenen GOP finden Sie hier.

25.04.2018 - Karlsruhe
Präanalytik, mit Laborführung

16.05.2018 - Stuttgart
Qualitätsmanagement in der Arztpraxis

20.06.2018 - Karlsruhe
Kinesio Tape

04.07.2018 - Stuttgart
Medizinprodukte sicher betreiben und anwenden

11.07.2018 - Stuttgart
Hygiene in der Arztpraxis

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Krebsvorsorge

Prostata-spezifisches Antigen (PSA)

AnalytMaterial
PSA, freies PSASerum

Hämoglobin-Haptoglobin-Komplex und Hämoglobin im Stuhl

Kolorektale Karzinome sind mit etwa 60.000 Neuerkrankungen pro Jahr eine der häufigsten Todesursachen bei Menschen über 50 Jahren. Sie entstehen über Jahre aus gutartigen, polypösen Vorstufen. Während die Polypen und auf die Schleimhaut begrenzte Tumore kurativ entfernt werden können, ist die Prognose bei über die Schleimhaut hinausgehenden Tumorstadien oft schlecht. Deshalb werden Vorsorgeuntersuchungen für Menschen ohne besonderes Risiko ab dem fünfzigsten Lebensjahr empfohlen.

Seit 1. April 2017 steht für gesetzlich versicherte Patienten der immunologische Nachweis von Hämoglobin (Hb) im Stuhl (iFOBT) als Kassenleistung zur Verfügung und ersetzt damit die Guajak-basierten Teste (z. B. Haemoccult-Test). Gemäß den Vorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) sind nur iFOBT-Teste zugelassen, die bezüglich der Detektion von kolorektalen Karzinomen und fortgeschrittenen Adenomen eine Sensitivität von mindestens 25 % und eine Spezifität von mindestens 90 % erreichen.

Die immunologischen Labortests weisen nur humanes Blut als Hämoglobin oder als Komplex aus Hämoglobin und Haptoglobin nach und werden nicht durch Diät bzw. Antioxidantien gestört. Gleichzeitig führt der immunologische Nachweis zu einer deutlichen Steigerung der Empfindlichkeit im Vergleich zum Guajak-Test. 

Aus Erythrozyten freigesetztes Hämoglobin wird sofort an Haptoglobin gebunden. Hämoglobin liegt im Blut also in geringer Menge auch als Hämoglobin-Haptoglobin-Komplex vor. Im Fall einer Blutung gelangen diese Komplexe ins Darminnere und können im Stuhl nachgewiesen werden. Die höhere Stabilität der Hämoglobin/Haptoglobin-Komplexe verbessert die Sensitivität im Vergleich zur alleinigen immunologischen Hämoglobin-Bestimmung.

Eine ausführliche Fachinformation mit Aussagen zum Wert der zusätzlichen Bestimmung von Hb-Hp-Komplex im Stuhl können Sie hier herunterladen.

Hämoglobin-Haptoglobin-Komplex + Hämoglobin im Stuhl
AnalytMaterial
Hämoglobin-Haptoglobin-Komplex +
Hämoglobin im Stuhl
(Enzymimmunoassay)
Stuhlprobe
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