Neuregelung bei Ausnahmekennziffern ab 01.04.18 und ab 01.07.18
Im Deutschen Ärzteblatt, Jg. 115, Heft 1 - 2 vom 08.01.18 wurde der Beschluss des Bewertungsausschusses zur Änderung des EBM veröffentlicht. Demnach bleiben bei den Behandlungsfällen mit Ausnahmekennziffer ab 01.04.18 nur die genannten GOP bei der Ermittlung des arztpraxisspezifischen Fallwertes unberücksichtigt. Eine Übersicht der Untersuchungsindikationen mit den ausgenommenen GOP finden Sie hier.

Dort finden Sie auch Erläuterungen zu der am 01.07.18 eingeführten neuen Ausnahmekennziffer 32004 "Diagnostik zur Bestimmung der notwendigen Dauer, Dosierung und Art eines ggf. erforderlichen Antibiotikums vor Einleitung einer Antibiotikatherapie oder bei persistierender Symptomatik vor erneuter Verordnung"

19.09.2018 - Karlsruhe
Kinesio-Tape

26.09.2018 - Karlsruhe
Praxismanagement

10.10.2018 - Karlsruhe
Präanalytik mit Laborführung

24.10.2018 - Stuttgart
Präanalytik mit Laborführung

Weitere Veranstaltungen

Reisemedizin und Impfungen

Auslandsreisen und Aufenthalte vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten bergen erhöhte Gesundheitsrisiken. Hierunter fallen nicht nur Risiken wie z. B. vermehrte Herz-Kreislaufbelastung durch klimatische Veränderungen oder intensive Sonnenlicht-Exposition am Urlaubsort. Eine Gefährdung kann auch aus Infektionen wegen mangelhafter Hygienebedingungen oder nach Sexualkontakten resultieren. Weitere Risiken durch die Reisebedingungen selbst, insbesondere die Gefahr einer Thrombose, sind außerdem zu beachten.

Impfungen vor Reisen

Vor Reisen sollte generell der Impfschutz gegen Poliomyelitis, Tetanus und Diphtherie anhand des Impfausweises überprüft und bei Bedarf aufgefrischt werden.

Abhängig von Reiseland und Reisebedingungen empfiehlt sich eine Impfung gegen die viralen Hepatitiden A und B. Die Hepatitis A wird enteral, durch rohe Fisch- oder Fleischzubereitungen, Pasteten, Mayonnaisen, kontaminiertes Leitungswasser, Eiswürfel, Eiscremes, Salate, rohe Gemüseprodukte oder ungeschälte Früchte übertragen. Das höchste Risiko einer Infektion mit Hepatitis A-Viren besteht in Südostasien, Afrika und Südamerika, in geringerem Ausmaß auch im südlichen Mittelmeerraum und in Osteuropa. Auch die Hepatitis B kommt in diesen Regionen wesentlich häufiger vor als bei uns; sie wird durch Blut oder Blutprodukte sowie sexuell übertragen. Nach einer durchgemachten Hepatitis A oder Hepatitis B-Infektion ist von einer lebenslangen Immunität auszugehen. Nach einer erfolgreichen Grundimmunisierung besteht üblicherweise ein Impfschutz von mindestens 10 Jahren. In Zweifelsfällen kann eine Bestimmung des Impftiters Klarheit verschaffen. 

In Hepatitis A-Risikogebieten besteht auch ein erhöhtes Risiko einer Typhus-Infektion, da beide Erreger über den selben enteralen Infektionsweg übertragen werden. Zusammen mit der Hepatitis A-Impfung sollte daher auch eine Immunisierung gegen Typhus in Betracht gezogen werden.

Abhängig vom Reiseland können weitere Impfungen (z. B. gegen Cholera, Gelbfieber, Japanische Enzephalitis, Tollwut u. a.) erforderlich sein. Außerdem kann eine Prophylaxe und/oder "stand-by" Medikation gegen Malaria notwendig werden.

Die aktuelle Schutzimpfungsvereinbarung der KV Baden-Württemberg finden Sie hier.

Immunschutz Hepatitis A und B

ImmunschutzMaterial
Hepatitis A (HAV-IgG-Ak)Serum
Hepatitis B (Hbs-Ak)Serum

Links für Reisemedizin:
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
www.reisemedizin.de
Centrum für Reisemedizin

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