Einführung eines quantitativen Stuhltests (iFoBT) zur Darmkrebs-Früherkennung zum 01.04.2017
Nachdem der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) bereits im Oktober 2016 den Beschluss zur Einführung eines quantitativen Stuhltests getroffen hat, wird nun ab dem 1. April 2017 der quantitative immunologische Test zum Nachweis von fäkalem occultem Blut im Stuhl (iFOBT) den derzeit verwendeten Guajak-basierten Test (gFOBT) ersetzen. Für die Untersuchung müssen besondere Röhrchen für die Probennahme verwendet werden, die einen Stabilisator enthalten. Unsere Einsender können diese Röhrchen mit Anleitung ab sofort in unserem Materialversand bestellen.

Änderungen im Medizinprodukterecht seit 01.01.17
Die Medizinproduktebetreiberverordnung (MPBetreibV) beschreibt die Pflichten der Betreiber und Anwender von Medizinprodukten. Für aktive Medizinprodukte gibt es gesetzliche Dokumentationspflichten. Die Neufassung der MPBetreibV bringt einige Änderungen mit sich, die wir hier für Sie zusammengefasst haben.

07.02.2018
Hygiene in der Arztpraxis

Weitere Veranstaltungen

Reisemedizin und Impfungen

Auslandsreisen und Aufenthalte vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten bergen erhöhte Gesundheitsrisiken. Hierunter fallen nicht nur Risiken wie z. B. vermehrte Herz-Kreislaufbelastung durch klimatische Veränderungen oder intensive Sonnenlicht-Exposition am Urlaubsort. Eine Gefährdung kann auch aus Infektionen wegen mangelhafter Hygienebedingungen oder nach Sexualkontakten resultieren. Weitere Risiken durch die Reisebedingungen selbst, insbesondere die Gefahr einer Thrombose, sind außerdem zu beachten.

Impfungen vor Reisen

Vor Reisen sollte generell der Impfschutz gegen Poliomyelitis, Tetanus und Diphtherie anhand des Impfausweises überprüft und bei Bedarf aufgefrischt werden.

Abhängig von Reiseland und Reisebedingungen empfiehlt sich eine Impfung gegen die viralen Hepatitiden A und B. Die Hepatitis A wird enteral, durch rohe Fisch- oder Fleischzubereitungen, Pasteten, Mayonnaisen, kontaminiertes Leitungswasser, Eiswürfel, Eiscremes, Salate, rohe Gemüseprodukte oder ungeschälte Früchte übertragen. Das höchste Risiko einer Infektion mit Hepatitis A-Viren besteht in Südostasien, Afrika und Südamerika, in geringerem Ausmaß auch im südlichen Mittelmeerraum und in Osteuropa. Auch die Hepatitis B kommt in diesen Regionen wesentlich häufiger vor als bei uns; sie wird durch Blut oder Blutprodukte sowie sexuell übertragen. Nach einer durchgemachten Hepatitis A oder Hepatitis B-Infektion ist von einer lebenslangen Immunität auszugehen. Nach einer erfolgreichen Grundimmunisierung besteht üblicherweise ein Impfschutz von mindestens 10 Jahren. In Zweifelsfällen kann eine Bestimmung des Impftiters Klarheit verschaffen. 

In Hepatitis A-Risikogebieten besteht auch ein erhöhtes Risiko einer Typhus-Infektion, da beide Erreger über den selben enteralen Infektionsweg übertragen werden. Zusammen mit der Hepatitis A-Impfung sollte daher auch eine Immunisierung gegen Typhus in Betracht gezogen werden.

Abhängig vom Reiseland können weitere Impfungen (z. B. gegen Cholera, Gelbfieber, Japanische Enzephalitis, Tollwut u. a.) erforderlich sein. Außerdem kann eine Prophylaxe und/oder "stand-by" Medikation gegen Malaria notwendig werden.

Die aktuelle Schutzimpfungsvereinbarung der KV Baden-Württemberg finden Sie hier.

Immunschutz Hepatitis A und B

Immunschutz

Material

Hepatitis A (HAV-IgG-Ak)

Serum

Hepatitis B (Hbs-Ak)

Serum

Links für Reisemedizin:
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin
www.reisemedizin.de
Centrum für Reisemedizin

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